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Träume von Flüssen und Meeren

Albert James ist tot. Trotz der Trauer muss seine Frau Helen darüber hinweg kommen, denn das Leben geht weiter. Auch sein Sohn John muss in dieser Umbruchphase lernen erwachsen zu werden. Doch beide sind dazu nicht in der Lage. Denn es blieb so vieles ungeklärt im Leben dieses aufgewühlten und einzelgängerischen Anthropologen.
Da waren die Entscheidung in Delhi zu leben und seine Forschungen über Spinnen, sowie die halbwüchsige Gesellschaft, die Albert James umgab. All dies gehört zu den merkwürdigen Umständen, die zu seinem Tod führten.
Kurz nachdem er beigesetzt wurde, taucht ein amerikanischer Biograph auf. Helen James verbietet ihm über ihren Ehemann zu schreiben, kann ihn jedoch nicht aus den Augen lassen.
Verstört durch die Kühle und Distanz seiner Mutter, widmet sich John wieder seinen wissenschaftlichen Untersuchungen in London, bei denen er einen Brief findet, den sein Vater wenige Tage vor seinem Tod geschrieben hat.

„Seit einiger Zeit,“ beginnt der Brief „werde ich von Träumen geplagt, oder vielleicht sollte ich sagen gesegnet, Träumen von Flüssen und Meeren, Träumen vom Wasser.“ Als John diesen Brief liest wird ihm klar, dass er nach Delhi zurückkehren muss um die Ungereimheiten im Leben seines Vaters zu klären.

Nun… das wäre ein von vielen Möglichkeit an den Inhalt heran zu gehen. Wie der Titel vermuten lässt, ist dieses Buch ein Novum für mich. Es ist mein erster Roman, der außerhalb Europas, im aufkeimenden, geheimnisvollen Indien, spielt. An Stelle einer charismatisch-obsessiven Figur im Zentrum des Romans, ist die Hauptperson tot. Die Personen, die ihn kannten, oder es zumindest glaubten, bleiben desorientiert und verwirrt zurück. Doch je näher sie den Geheimnissen des Lebens Albert James kommen, desto mehr werden sie von Indiens hektischer Vielfältigkeit gefangen genommen. Sie fang an sich auf eine Art und Weise zu verhalten, wie sie es sich nie hätten vorstellen können.

Inwieweit ist es möglich etwas wirklich zu verstehen und durch konkretes Handeln zu verändern? Dies war eine der Fragen, die ich mir stellte, als ich dabei war Albert James Träume von Flüssen und Meeren zu enträtseln.