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Der Gutachter


„Meisterlich gemacht … der beste neue Roman des ganzen Jahres … gehört unbedingt ins Urlaubsgepäck“

The Spectator

Ein Geologe nimmt seine junge Geliebte (die Geliebte gehört hier unbedingt ins Fettgedruckte) mit auf eine Mittelmeerinsel, gerät dort in eine persönliche Krise und wird in einen höllisch komplizierten Bauskandal verwickelt – ein Alptraum mit mehreren Todesfällen sowie Granitplatten, die von australischen Wolkenkratzern hinabstürzen…

Bis dahin hatte ich all meine Romane aus einer zwar reizvollen, aber leicht verzerrten Perspektive oder einer Reihe einander ergänzender, zum Teil widersprüchlicher Perspektiven geschrieben. Diesmal suchte ich nach etwas anderem. Ich wollte einen Weg finden, Intensität ohne Verwendung der Ich-Form zu erzielen, und vor allem einen Weg, die Bücher intellektuell aufzuwerten, ohne auf die langweilige Technik angewiesen zu sein, die Handlung durch Reflektionen zu unterbrechen. Das war und ist eine harte Nuß, und oft genug fängt man an, ohne zu wissen, was am Ende herauskommen wird.

Diesmal zapfte ich zwei sehr unterschiedliche Quellen an, einerseits meine jahrelange Schufterei als Übersetzer für Fachzeitschriften über Steinbruch, denn damit hielt ich mich über Wasser, als niemand meine Bücher verlegen wollte, und zweitens meine nicht lange zurückliegende Übersetzung von Roberto Calassos Buch über die griechischen Mythen, Die Hochzeit von Kadmos und Harmonia. Peter, ein Geologe, der mit der Entscheidung zwischen Ehe und Geliebter ringt, betrachtet die Dinge als geologische Metaphern, um ihnen die Schärfe zu nehmen. Diese Strategie führt unglücklicherweise dazu, daß die Welt der Geologie, seine Arbeit, von persönlichen Ängsten widerhallt, Ängsten, die sich mit den durch Ruinen, Statuen und Vasen evozierten Archetypen verknüpfen. Peter flieht schließlich vor dem Druck der privaten Entscheidung, indem er seine Fachkenntnisse zur Aufklärung von Geheimnissen, Skandalen und vielleicht sogar Morden einsetzt. Das Ganze sollte in eine Art lyrische, womöglich erotische Verbindung mit der geologischen Welt münden – ziemlich seltsam. Nun, mal sehen, was die Presse schrieb.

Pressezitate

Straff erzählt und so dynamisch wie ein Edelthriller

The Independent

Dieses Buch läßt einen nicht mehr los

Time Out